Angies Rundungen...

 

Saugen, gesäubert werden und schlafen. Angie robbt gekonnt durch die Welpenkiste und sucht das wärmste Plätzchen natürlich bei Spirit. Ich kann es nicht lassen unzählige Fotos zu machen und bin fasziniert von der Vollkommenheit eines so kleinen Wesens. Angie streckt sich wie ein großes Windspiel und beim Gähnen kann ich deutlich die kleine rosa Zunge erkennen, die sich beim Saugen gekonnt um die Zitze "wickelt", damit ihr ja kein Tropfen verloren geht. Faszinierend sag ich nur. Die Natur präsentiert ab den ersten Tag einen ausgeklügelten Lebensplan.

 

Angie benutzt Spirit auch als Klettergarten. Hans hat sich die Mühe gemacht und eine Gewichtstabelle aufgestellt, die dokumentieren soll wie viel sie zugenommen hat. Eine kleine Spielerei die länger dauerte als wir dachten :-)!

 

Gewichtstabelle

 

Angie findet den Wirbel um ihre Gramms nicht so interessant. Sie findet es zum Gähnen...

 

ich finde das soooo langweilig Kampfgewicht 187g Gähnnnnn

 

Das Zitzentreten (Milchtritt) begann schon am zweiten Tag. Der Welpe reagiert in den ersten zwei Wochen auf Schlüsselreize seiner Umwelt wie Wärme. Er sieht und hört noch nichts, auch ist der Geruchssinn nur schwach ausgeprägt. Die ersten zwei Wochen werden auch vegetative Phase genannt und sind vom Saugen und Schlafen geprägt. Der Drang zur Wärme lässt auch mehrere Welpen "Kontaktliegen".

 

Der Milchtritt gegen die Zitze mit den Vorderläufen, auf dem ganz rechten Bild gut zu erkennen, massiert die Milchdrüsen während des Saugens. Diese beiden Handlungen sind miteinander gekoppelt. Sie regen den Milchfluss an.

 

Angie auf Kuschelkurs mit Spirit Rundungen Zitzentreten
 

Ich habe mich im Zeichenprogramm hinreißen lassen... vielleicht kennen noch einige LeserInnen  die Radiosendung "Musik aus dem Trichter" moderiert von Herrn Dieter Dorner auf Ö3. Die Musik aus dem Trichter der 30er Jahre hat mich schon als Kind gefesselt. Ich bin stolze Besitzerin eines alten Grammophons und hatte folgende Idee seht selbst...

 

Musik aus dem Trichter - Radiosendung

 

Aber da war es ja noch nicht mit dem Zeichenprogramm verändert. Ich habe das bearbeitete Foto "In Gottes Händen" genannt. Es strahlt so viel Geborgenheit und Wärme aus in diesen Händen zu ruhen.

 

"In Gottes Händen"

 

Die Hände als Ausdrucksmittel der Menschen haben mich immer schon interessiert und inspiriert. Folgende Gedanken zu den Schalen als Sinnbild habe ich mir im Jänner 2003 gemacht:

 

Haltende Schalen

 

Umhüllend warm, wie Sand am Meer

liegt auf, ist überall nicht wirklich spürbar weich,

verharrend nicht begreifend aufgefangen in der Schale.

Bittend, kniend, demütig erwartend,

in den Händen die zu Schale sich verformen – wiegt er darin schwer jedes Korn.

Rieselt sanft durch Finger, singt erzählt vom Leben jedes Wesens

rinnt durch, wird immer schneller, er singt heftig erzählend, geht über in ein Rauschen.

 

Leere Hände bleiben über, "irdisch denken"?

Linien des Lebens zeigen sich schüchtern eingegraben in den Schalen.

Warum nun dies bildlich sehen?

 

Verrinnt in deinen Händen – der Schale deines Lebens,

bahnt sich den Weg – wohin magst du dich fragen?

Geht er verloren, der Sand, mit den Geschichten eines jeden?

Wird aufgefangen irgendwo verstreut im All – in anderen Schalen er sich verfängt

stirbt nicht, wird nicht verworfen kein menschliches Vergessen

bleibt für immerdar, prägt sich ein, bleibt warm,

singt noch immer leise vor sich hin – hör doch hin, erlöse dich aus deiner Qual.

 

Dem Irrtum du erlegen in deinem irdisch kurzen geplagten Leben

alles sei Besitz, alles gehört zu irgendwem nur weil du kämpfst. Womit?

Du dich findest nicht zurecht ohne Richtschnur, was zu wem - wem was gehört.

Ist es nicht viel aufregender, schwieriger frei zu sein, auszubreiten selbst zu wählen?

 

Sich der Sand zärtlich, flüchtig Korn um Korn kitzelt zwischen deinen Fingern.

Doch die wahre einzig Erkenntnis für jeden von uns zeigt sich im eigenen Gewand.

Rinnt unaufhörlich durch die Fingern im Fluss mit der Weisheitsschluss des ALLES.

Uns zwingt zu fühlen, zu spüren, zu erleben,

auch wenn wir uns versuchen zu verstecken.

 

Nichts steht still.

Alles rinnt.

Unaufhörlich für jeden von uns – rieselt der warme weiche Sand

säuselt leise Weisheiten jeder seiner Seele Schluss.

 

16. Februar 2010

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